Archiv der Kategorie 'Sternstunden des Kapitalismus'

Dinge gibts (iii)

Für den paranoiden Drogenjunkie gibts mittlerweile scheinbar Abhilfe:

Formschöne Unterhose mit Geheimfach für den Packen mitgelieferte synthetische Pisse (sicherlich sehr erheiternd, wenn das Teil platzt). Kann man dann direkt am Körper erwärmen. Damit man auch total high noch durchs Viertel cruisen kann. Klasse!

Alles ist die Krise!

Gestern bei Akte09 eine hochinvestigative Reportage zu gestrecktem Gras. Natürlich lässt Ullrich Meyer uns auch hier an seiner Weisheit teilhaben und verkündet: »In Krisenzeiten werden auch Billigdrogen gestreckt.« Was man nicht alles kausal aus der Wirtschaftskrise ableiten kann…
Ansonsten hat mich die Reportage aber enttäuscht. Da fehlten irgendwie die großen Skandalisierungen, die Akte sonst so erheiternd machen. :(

I loled (V)


Demokratie-idealistische Superhelden…zu gut. :D

Ansonsten heute mal neues Handy besorgt. Wen es interessiert: Es ist das geworden. Bisher zufrieden und so.

Haha (II)

Die dorfdisco weist daraufhin, dass die zur Veranstaltungsreihe »Staat.Nation. Kapital. Scheiße.« geschaltete Homepage wohl zu allerlei Verwirrungen in einigen bürgerlichen Medien geführt hat.
Anderswo macht man sich dann auch prompt tiefgründige Gedanken darüber, wie das ganze wohl jetzt zustande gekommen ist und was man davon halten muss etc.. Eine »Riesen-Gaudi« ists trotzdem!

Ohne Worte (I)

»Ein Betriebsratsmitglied, dass im Betrieb für seine kämpferische Haltung gegenüber der Werksleitung bekannt ist, kommt von der Toilette. In einem dunklen Flur wird ihm ein Plastiksack über den Kopf geworfen. Nach Schlägen in den Magen wird er zu Boden gerissen. Mit einem harten Gegenstand wird auf seinen Kopf geschlagen. Er kann sich mit Tritten und Reizgas wehren. Mit Prellungen, Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Schock wird er ins Kreiskrankenhaus Schönebeck eingeliefert.«

(via)

»Aus Wut über eine Geldkürzung hat ein Hartz-IV-Empfänger einen Sachbearbeiter im Jobcenter Frankfurt-Höchst zusammengeschlagen.[…]
Das Jobcenter habe ihm 225 Euro gestrichen, weil er nicht zu einer Bewerbungsschulung gegangen war. Dies sei jedoch nicht möglich gewesen, weil er zu der Schulungszeit einem Ein-Euro-Job nachgegangen war.«

(via via)

Schönheitschirurg verarbeitet Körperfett zu Bio-Sprit

Das abgesaugte Körperfett seiner Patienten soll ein Promi-Arzt aus Beverly Hills heimlich zu Bio-Sprit für seinen Geländewagen verarbeitet haben. Auch das SUV seiner Freundin soll ohne das Wissen seiner Patienten mit dem Kraftstoff gefahren sein.

Also ich finds gut.

Elitäre Verblödung (II)

Also manchmal, vor allem wenn ich Texte von selbsternannten Liberalen lese, bin ich doch geneigt zu fragen, ob das insistieren der GSP-Jünger auf die Reinheit des wahren Arguments nicht doch irgendwo seine Berechtigung hat.
So lese ich gerade einen Text eines gewissen Bernd Hoenig, der wohl versucht den Unterschied zwischen einer sich als frei sehenden Person im (real-existierenden) Sozialismus und einer sich als frei sehenden Person in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft darzustellen bzw. viel eher diesen Unterschied zu konstruieren. Das beginnt dann direkt mit einem recht interessanten Ausschlussverfahren:

Ob der Mensch frei geboren sei oder einem umfassenden Determinismus unterworfen, wollen wir getrost der Neurologie, der Psychologie und der Theologie überlassen.

In Dem Zusammenhang wohl die relevante Frage, aber nun gut. Warum er die Frage allerdings der Neurologie, Psychologie oder Theologie überlassen will, dann aber direkt 2 Absätze später Küchentischpsychologie par excellence heraushat, bleibt mir ein Rätsel:

Wenn man einen treuen Staatsbürger auf der östlichen Seite des Eisernen Vorhangs befragte, ob er sich frei fühle, dann antwortete dieser, mit einer gewissen Renitenz, denn als aufgeweckter Zeitgenosse spürte er trotz seiner Loyalität die Unaufrichtigkeit seiner Antwort, dass er sich natürlich frei fühle, obwohl er es in seinem totalitären System nicht war.

Gibts da auch noch eine Erklärung, warum dieser aufgeweckte Zeitgenosse sich der Unaufrichtigkeit seiner Antwort bewusst ist oder nimmt man das nur apriori an, damit die „Argumentation“ überhaupt irgendeinen Sinn ergibt und nicht von vornherein in sich zusammenbricht?

Damit man dann auch direkt sieht, woher der Wind weht, muss natürlich noch das Steckenpferd des Liberalen ausgepackt werden, der Antikommunismus (welcher scheinbar sowieso den einzigen Sinn des Textes darstellt):

Die ersten sozialen Revolutionäre, die die Masse des Volkes auf dem Wege zur Macht mitreißen konnten, waren tragischerweise die Nationalsozialisten, die die jungen, zaghaften demokratischen Freiheiten schnell und erbarmungslos einkassierten. Das Feindbild, dass sie mit den Kommunisten, ihren Brüdern im Geiste, teilen, weist vor allem vier Konstanten auf: die Juden, Amerika, Demokratie und Freiheit.

Wobei ich mich immernoch frage, ob das nicht eher in die Kategorie „dummdeutsches Rumgeweine und Opfergepose“ fällt. „Keiner mag Deutschland, dabei haben die das doch auch gemacht…wääääääh *mit dem Finger zeig*“

Und genau in dem Moment, wo man noch Hoffnung hat, dass doch jetzt tatsächlich die Argumente kommen…huch…da ist der Text auch schon wieder vorbei. Kein Wort darüber, warum denn jetzt „der Ossi“ lügt, kein Wort darüber, warum „der Wessi“ jetzt wirklich frei ist…nichts. Natürlich wird im letzten Absatz nochmal die ganze Palette an liberalem Blabla abgespult: Staatsfetisch, Gleichheitsgefasel, zivilisatorische Errungenschaften, die es zu verteidigen gilt gegen allerlei Links-, Rechts-, Mitte-, Oben- und Untenradikale etc. pp.. Langsam verstehe ich auch, warum so viele Antideutsche auf die liberale Schiene abdriften: Da ist die Welt noch so richtig einfach.

Oh man…

Eine amerikanische Lehrerin hatte einem ihrer Schüler selbstgebrannte CDs abgenommen. Auf den CDs hatte er das Betriebssystem Linux gebrannt, um es kostenlos zu verteilen. Nach Ansicht der Lehrerin konnte dies aber nicht sein, denn kein Unternehmen würde ihrer Ansicht nach etwas kostenlos bereitstellen. Sie ließ sich schließlich dazu hinreißen einen Brief an die Herstellerfirma zu schreiben, in der sie rechtliche Schritte gegen diese unlautere Praxis androhte.

(via)
Ohne Worte.