Deutschland? Nie wieder!

So muss das sein

»Das alles erinnert an eine schöne Geschichte, die sich einst der Kabarettist Gerhard Polt ausgedacht hat. Er lässt einen Oktoberfestrausschmeißer erzählen, wie er einmal seine Menschenkenntnis bewiesen hat. Eines Tages sei es hoch hergegangen im Festzelt. Es wurde gesoffen und gebrüllt, die Menschenmasse wogte. Da entdeckt der Spezialist, dessen Vater schon beim Saalschutz tätig war, dann aber seinen Job aufgrund der damaligen „Massenturbulenzen“ verloren hat, einen verdächtigen Mann. Ganz ruhig, fast regungslos sitzt der da – und trinkt Wasser! Da tritt der Rausschmeißer entschlossen in Aktion und befördert den Stillen, selbstredend unter Einsatz angemessener Gewalt, vor die Tür. Bravo, lobt der Chef daraufhin das psychologische Feingefühl seines Ordners: Das hätte kein Mensch gemerkt, dass der Mann stört!«

(via)

So war das also!

»[D]er bayrische Polizist wurde Opfer eines männlichen High-End-Antifas, der sich in der Naziszene investigativ und aktivistisch bewegt. Jedoch wurden seine Kameraden aufgrund vorzeigbarer intellektueller Fähigkeiten misstrauisch. Um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, wurde er zu einer Initiationstat verleitet und überbrachte nach Rücksprache und Befehlsempfang durch die Antifa-Leitzentrale (unterirdisch, atombombensicher) »Grüße vom Nationalen Widerstand«. Abhörmaßnahmen, Hausdurchsuchungen und Peilsender werden diese Theorie gewiss belegen! Frau Generalbundesanwältin, übernehmen Sie.«

Wenn die Wahnkrankheit dreimal klingelt…

Gerade bei torsun gefunden:

Hallo Freunde,

es ist soweit. Darauf haben wir, hier in Berlin, jetzt wieder einige Jahre warten müssen. Seit ihrem letzten großen Auftritt gegen Multi-Kulti-Bezirke wie Kreuzberg, war es öffentlich recht ruhig geworden um unsere antideutsche „Antifa-Szene“. Die stets aus der Anonymität heraus agierenden und vor allem aber provozierenden, staatskonformen Spaltergruppen der so genannten „Antideutschen“ wollen endlich mal wieder „Gesicht zeigen“. Grund ist die „..längst überfällige..“ militärische Kraftmeierei Israels gegen Zivilisten im Gazastreifen. (mehr)

Hachja…immer diese fiesen Antideutschen…

»Tod, Tod, Israel«


(via)

So sieht das also aus, wenn friedensbewegte1 Deutsche2 und Islamisten3 gegen Israel demonstrieren.

  1. http://www.benjamin-krueger.net/?p=335 [zurück]
  2. http://vorstellungsrepraesentanzen.blogsport.de/2009/01/03/zur-antizionistischen-demo-in-ffm-3-jan/ [zurück]
  3. http://idep.blogsport.de/2009/01/03/someone-needs-a-better-jihadi-to-english-dictionary/ [zurück]

Haha

Love Techno, hate Germany. Das steht auf den Zettelchen, die Kapuzenträger mit üblen Hautkrankheiten überall an den Laternen in meinem Kiez geklebt haben. Bei mir sind Liebe und Hass genau umgekehrt verteilt. […] Früher wussten die Revolutionäre noch, was man mit Laternen macht.

(via)

Der Nationalsozialismus und seine demokratische Bewältigung

»Auch für sie [Helma Orosz, Oberbürgermeisterin Dresdens; kuchen] scheint die Anzahl der Toten eine untergeordnete Rolle zu spielen. ‚Durch die Arbeit der Kommission bekommen die Opfer ein Gesicht und einen Namen. Hinter jedem einzelnen Opfer steht ein Schicksal und unendliches Leid und diesen gilt es zu Gedenken.‘ In dieser fortschreitenden Personalisierung des Gedenkens im Sinne des Trauerns will Dresden also offenbar keinen Unterschied mehr machen: jedes einzelne Opfer bedeutet unendliches Leid – und da ist es egal, ob es sich nun um einen SS-Offizier, einen Waffenfabrikanten, einen Soldaten oder eines der wenigen in Dresden noch lebenden halbjüdischen Kinder handelt. Als Opfer sind alle gleich, davon ist man beim Dresdner Gedenken tatsächlich bis heute überzeugt.« (Ehl, Sylvia: Das Dresdner Finale. In: Phase 2 ~30. Die F-Skala. Zur Relevanz des Faschismus. Ausg. 30, 2008)

Aus einem Artikel in der neuen Phase 2 zur Historikerkommission in Dresden über die allierten Luftangriffe im 2. Weltkrieg.

Der Mahmud will doch nur spielen…

Eigentlich ist man es ja mittlerweile gewöhnt, dass sich allerortens mit dem Iran verbrüdert wird und vor allem beim alten Mahmud gerne mal die Worte solange im Mund gedreht werden, bis am Ende tatsächlich herauskommt, dass Israel gar nicht vernichtet werden soll. Eine sehr interessante Interpretation der Sachlage (oder Wortlage) habe ich gerade bei einem Blogsportkollegen gelesen:

Er -der staatschef dem unterstellt wird er wolle israel vernichten obwohl jede seriöse übersetzung seiner besagten rede deutlich macht, dass er von einem übergang israels in eine andere staatsform die vergleichbar mit dem übergang der udssr zu russland profunde soziopolische und ökonomische veränderungen mit sich brächte meint- sprach kritisch über die Okkupation souveräner Staaten, kritisch über Aggression von Staaten anderen Staaten gegenüber und wie sollte es anders sein: kritisch zu den USA. Jesus paraphrasierend. [Hervorhebung von mir; kuchen]

Ich hoffe persönlich immernoch, dass das nur ein schlechter Scherz ist und ich die Ironie aufgrund meines anhaltenden Katers und Schlafmangels nicht entdecke, ansonsten bleibt einem eigentlich nur übrig, den relativ guten Artikel von lizas Welt dazu rauszukramen, denn wie hat eben zitierte Person selber festgestellt:

Das Sachliche und Stichhaltige ist immer gut zu goutieren. Egal aus wessen Küche es kommt. Nur Stichhaltig muss es sein.

Na denn, wohl an: Ahmadinedjad, recht verstanden.

Und jetzt auf nach Hause!

Herr, lass es Hirn vom Himmel regnen (2)

Wenn die Bundeszentrale für politische Bildung Propaganda betreibt, kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass es lächerlich wird. Wenn sie dann noch versucht ganz subtil – in Form eines Interviews eines angeblichen Aussteigers – die sicherlich kritisierenswerte Antifa zu denunzieren, kann man davon ausgehen, dass es für Lacher sondergleichen sorgen wird:

Krawall und Remmidemmi?1

Adrian B. war 14 Jahre alt, als er bei seiner ersten Antifa-Demo mitmarschierte. Mit Julia Rotenberger spricht er über Krawalle, linksextremistische Dresscodes und die Gründe seines Ausstiegs aus der Szene.

Adrian, ein Jahr lang warst du Mitglied einer Hamburger Antifa-Gruppe. Wie hast du dich gefühlt?

Am Anfang haben mir die Demos großen Spaß gemacht. Für mich waren sie ein großer Egoschub, ich fühlte mich stark in der Masse. Ich fühlte mich eben wie jemand, der die Welt verändern kann.

Verfolgte die Gruppe durch die Demonstrationen konkrete politische Ziele?

Die Ziele waren oft nur grob umrissen. Meist fanden die Demos ohne ein konkretes Ziel statt, aber aus konkretem Anlass. Zum Beispiel als spontane Gegenaktion zu einem Nazi-Aufmarsch. Anfangs hatte ich schon das Gefühl, in der Antifa bestimmte politische Ziele zu verfolgen. Wir wollten die Leute über die rechte Szene aufklären. Mittlerweile weiß ich, dass dort meistens bloße Gewalt ohne politischen Hintergrund herrscht.

Heute distanzierst du dich von der Antifa. Was hat dich damals zum Beitritt bewogen?

Was mich damals beeindruckte, war die Brutalität, der Radikalismus und die Durchsetzungskraft der Antifa. Innerhalb der Organisation herrschte ein starker Zusammenhalt, es gab keinen Verrat. Wir waren wie eine große Familie.

Wie ist die Organisation strukturiert?

Es gibt einen festen Kern von etwa zehn Leuten, die sich aber nicht zeigen. Ich habe gehört, dass diese sich auch in der rechten Szene bewegen. Sie informieren andere Antifa-Aktivisten über die Aktionen, die von den Rechtsextremisten geplant werden, und organisieren Gegenschläge. Die offizielle Arbeit, wie das Verteilen von Flyern bei angemeldeten Demos, wird von Leuten übernommen, die noch nicht polizeilich auffällig geworden sind.

Gibt es Regeln, um bei einer Antifa-Aktion teilnehmen zu können?

Du musst Mitglied sein. Ein vermummtes Gesicht ist Pflicht und du musst auch bestimmte Farben tragen: Schwarz und Rot. Außerdem kriegt jeder die Telefonnummer eines bestimmten Anwalts, den er anrufen soll, wenn er von der Polizei festgenommen wurde.

Wo siehst du die Antifa im politischen System?

Nirgendwo. Die Antifa ist ein System für sich. Durch die Parteien fühlen sich die meisten Mitglieder nicht vertreten. Eigentlich glauben sie, die Einzigen zu sein, die etwas gegen Rechtsradikalismus unternehmen. Sie sind wütend auf den Staat, weil sie glauben, dass er zu lasch mit den Rechten umgeht. Deswegen richtet sich die Antifa nicht nur gegen Rechtsradikale, sondern auch gegen den so genannten Polizeistaat. Oft setzen die Mitglieder Polizisten mit Faschisten gleich. Überhaupt sind Hass und Angst vor der Polizei die zwei tragenden Säulen der Antifa.

Spiegelt sich diese Einstellung in der Ideologie der Antifa wieder?

Die Antifa folgt keiner klar definierten Ideologie: Irgendwie ist es ein Mix aus allem. Als Vorbilder dienen historische Figuren wie Marx, Lenin oder Che Guevara. Dabei ist das Charisma der Figur entscheidend, nicht nur die Ideen, die sie vertreten hat.

Was war nach einem Jahr der Anlass für deinen Ausstieg?

Das Hamburger Schanzenfest 2005. Es gab heftige Krawalle. Polizisten wurden verletzt. Als ich dann in dem ganzen Tumult die Polizei mit den Wasserwerfern sah, fragte ich mich, was wir eigentlich mit all den Protesten erreichen wollten. Mir wurde klar, dass sie nichts bringen. Als Linker muss man vor allem tolerant sein und auch konservativere Einstellungen dulden. Bei der Antifa ist das aber nicht der Fall. Sie duldet keinen Widerspruch.

Linksextreme Bewegungen in in Deutschland Bewegungen, die der Verfassungsschutz als linksextrem einstuft, wenden sich gegen die Gesellschafts- und Staatsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehören beispielsweise die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) oder die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD).

Die meisten verbinden Linksradikalismus mit den traditionellen Krawallen in der Nacht zum ersten Mai und regelmäßigen Ausschreitungen bei Aufmärschen Rechtsradikaler. Diese werden vor allem von autonomen
Gruppen wie der Militanten Gruppe (mg) oder der Antifa organisiert.

Antifa ist die Abkürzung von Antifaschistische Aktion. Die Antifa ist in mehreren lokalen Gruppen organisiert, vor allem in großen Städten wie Berlin und Hamburg. Laut Aussagen ehemaliger Mitglieder hat sich die Antifa in den vergangenen Jahren zunehmend radikalisiert.
(Marcel Stuht)

(via)

Herrlich.

  1. http://ignaz.blogsport.de/images/ZeitungPolitikOrange.pdf [zurück]

So ist das also…

Schon etwas älter, aber jetzt gerade gelesen:

Hätten damals unter Hitler viele Menschen die Zivilcourage besessen, die ich mit meinem Buch „Der gebrauchte Mann“ an den Tag gelegt habe, um gegen schweres Unrecht an einer Bevölkerungsgruppe zu protestieren und öffentlich dagegen aufzustehen, wäre unendlich viel und unsäglich grausames Leid verhindert worden.1

Merke: Holocaust und ein paar Männer, die ihre Kinder nichtmehr sehen dürfen (und umgekehrt), sind das gleiche.

  1. http://karin-jaeckel.de/offenebriefe/konkret.html als Antwort auf: Konkret, Heft 02/2004, Magnus Klaue: „Men’s Health“ [zurück]

Deutsche Vergangenheitsbewältigung

„Gibt es hier Italiener im Publikum? Ja? Wie macht ihr das eigentlich? Zum 3. mal Berlusconi? Wir haben nach einmal Hitler wenigstens Schluß gemacht!“
(ungefährer O-Ton aus „Michael Mittermeier: Safari – Teil 1″)

Hervorragende Sendung für alle, die ihre nationalen Ressentiments pflegen wollen, aber sicher auch für Bewegungslinke, die sich an der Verhöhnung der Opfer des 11. September ’01 erfreuen können und auch für die „Fuck Yuppie!/Schwaben raus“-Fraktion sehr empfehlenswert.