Archiv für September 2009

The Empire Strikes Back

»In verschiedenen Internetforen aber auch in den Kommentaren bei taz.de sind neue Videoaufnahmen vom Opfer der Polizeiattacke vom Sonnabend aufgetaucht. Diese Filme zeigen den 37-jährigen H. bei zwei anderen Protest-Aktionen in Berlin. Einige Internet-Nutzer interpretieren diese Bilder nun so, dass H. des Öfteren gezielt auf Demonstrationen störe.
So schreibt der User „oh man“ auf taz.de: „Das scheint eine Medienstrategie zu sein: Polizisten reizen, bis sie zuschlagen, und dann danach das „passendste“ Video verbreiten lassen.“
Bei den Filmen handelt es sich zum einen um ein Video von Spiegel Online über eine Demonstration von Hausbesetzern am 28. März in Berlin. Außerdem sind auf dem Internetportal Youtube zwei Aufnahmen von der versuchten Besetzung des Flughafens Tempelhof am 20. Juni – ebenfalls in Berlin zu finden. Auf dem Hausbesetzer-Film ist H. in einer orangen Jacke einige Sekunden zu sehen, wie er vor Polizisten davon läuft und den Polizisten etwas zuruft in dem das Wort „Demonstrationsrecht“ vorkommt. Verständlich ist danach der Satz: „Ihr kriegt alle ne Anzeige.“«
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(via)

Bezweifle zwar, dass das die ganzen fröhlichen Rechtsstaatidealisten, deren Empörung man in der gesamten Blogosphäre ertragen muss, zur Vernunft bringt, aber immerhin. Bin ja mal gespannt, wann die ersten bürgerlichen Medien vom Solidaritätszug abspringen, aufgrund angeblich erwiesener link(sradikal)er Umtriebe…

<3

Deutsche Gründlichkeit

»Carsten meint: (13.9.2009 um 00:39)
[…]
Wenn ich die nonverbale Kommunikation im Video richtig deute lief es etwa so ab:
- Polizist „A“ und Radfahren reden.
- Im Hintergrund schubbst ein Polizist einen Passanten rabiat nach links.
- Polizist „A“ zeigt nach links (0:15, mit dem ganzen Arm) und sagt etwas.
- Radfahrer schreibt auf den Zettel, Polizist „A“ redet weiter auf ihn ein.
- Zwischen 0:20 and 0:25 sind Aussagen wie „die Strasse ist jetzt gesperrt“ und „Strasse raeumen“ zu hoeren.
- (Passanten im Bild.)
- Radfahrer geht nach rechts (wieder von uns aus gesehen), Polizist „A“ laesst langsam den Arm sinken und schaut ihm hinterher.
- Polizist „B“ laeuft hinter dem Radfahrer her und faengt an ihm am Shirt zu ziehen. Der Radfahrer stolpert/fluechtet/erschrickt rueckwaerts, Polizist „B“ greift nach, lautes Rufen der Passanten beginnt. (0:30)
- Weitere Passanten greifen ein, weitere Polizisten greifen ein.
- Handgemenge. Bei 0:35 ist links deutlich zu sehen wie Polizist „C“ (Rueckennummer 2212, koennte auch „A“ sein, kann ich nicht erkennen) mit harten Faustschlaegen frontal ins Gesicht des Fahrradfahrers schlaegt. Polizist „C“ schlaegt ebenfalls sofort im Anschluss auf Passant „P“ (doppelte weisse Schulterstreifen), der mitten im Pulk dem Fahrradfahrer zur Hilfe kommt, an ihm zieht.
- Bei 0:55 kommt Passant „P“ zur Kamera, er blutet an der Nase.
- Passanten beginnen „Wir sind friedlich was seit ihr“ zu rufen. Polizisten ziehen sich zwischen die Fahrzeuge zurueck.

[…]

Von der anderen Seite her ist aber auch das Eingreifen der Passanten zu kritisieren. Bei sowas filmt/fotografiert man aus sicherem Abstand oder macht zumindest Notizen (Rueckennummern, Uhrzeit, Ablauf), aber man greift nicht physisch ein! Solches „zur Hilfe kommen“ wie durch Passant „P“ laesst die Situation zwangslaeufig eskalieren da es bisher unbeteiligte Polizisten quasi dazu zwingt Partei zu ergreifen, und das kann aufgrund ihres Trainings nur die der bereits involvierten Polizisten sein. Im Ergebnis heisst es dann im Bericht das „hartes Eingreifen“ notwendig gewesen sei um eine Gefaehrdung der Polizisten abzuwenden. Na super. :-(«
[Hervorhebung von mir]

(via)
Merke: Wenn neben mir bei einer Demo jemand von den Bullen verprügelt wird, greife ich NICHT ein, sondern entferne mich und filme das ganze mit Sicherheitsabstand (vermutlich damit die Bullen beim Prügeln nicht gestört werden)…oder schreibe halt akribisch auf, was in dem Video passiert ist.
Es geht nebenbei bemerkt um diese wunderbare Dokumentation deines Freund und Helfers im Einsatz:

freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.

Rassenlehre für Juden

»The Israeli government has launched a television and Internet advertising campaign urging Israelis to inform on Jewish friends and relatives abroad who may be in danger of marrying non-Jews.

The advertisements, employing what the Israeli media described as „scare tactics,“ are designed to stop assimilation through intermarriage among young Diaspora Jews by encouraging their move to Israel.

The campaign, which cost $800,000, was created in response to reports that half of all Jews outside Israel marry non-Jews. It is just one of several initiatives by the Israeli state and private organizations to try to increase the size of Israel’s Jewish population.

According to one ad, voiced over by one of the country’s leading news anchors, assimilation is „a strategic national threat,“ warning: „More than 50 percent of Diaspora youth assimilate and are lost to us.“

Adam Keller, of Gush Shalom, an Israeli peace group, said this was a reference both to a general fear in Israel that the Jewish people may one day disappear through assimilation and to a more specific concern that, if it is to survive, Israel must recruit more Jews to its „demographic war“ against Palestinians.«
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(via)

IT-Menschen sind merkwürdig

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wie bereits angekündigt findet am 11.09.08 die nächste Wartung der IT-Infrastruktur ab 14:30 Uhr statt.
Folgende Services werden dann bis voraussichtlich 19:00 nicht zur Verfügung stehen:

[…]

Außerdem wird das Surfen im Internet zeitweise nicht funktionieren. Das gilt nur von *** nach draußen. Unsere Internetangebote sind von außen weiterhin erreichbar, bis auf die oben genannten.

Mit freundlichen Grüßen
IT-Support

Und ja, wir wissen auch was mal am 11.9 passiert ist.

Der Zusammenhang erschließt sich mir irgendwie nicht.