Mit Freud in die Feuchtgebiete oder so ähnlich…

In diesem Rückzug auf den eigenen Körper aus einer als unbefriedigend erlebten Umwelt, hier die Familienverhältnisse, auf die Helen keinen Einfluss hat und in der sie nichts bewirken kann, sehe ich einen der Gründe für den Erfolg des Romans. Er trifft offenbar einen Nerv und bietet einen Entwurf an, wie man frustrierenden (gesellschaftlichen) Verhältnissen begegnen kann. Der eigene Körper wird als Insel für Befriedigungen vorgeschlagen, die man buchstäblich selbst in der Hand hat, wenn – wie Helen sagt – alles sinnlos ist und man nichts kontrollieren kann. Dieser Entwurf schlägt allerdings nichts anderes vor als der Schönheits- und Hygienekult auch, gegen den der Roman angetreten ist. Er idealisiert den Rückzug auf den (schmutzigen) Leib, jener den auf den (hygienisierten oder künstlich geschönten) Körper.

(via beatpunk)

Irgendwie bin ich nach dem Text aber auch kein Stück schlauer, ob man das nun gelesen haben sollte oder nicht…ich lass es vorerst einfach mal bleiben. :o